Raphaela Bardutzky arbeitet und lebt als freie Autorin und Dramaturgin in München. Sie hat Schauspieldramaturgie, Philosophie und Literaturwissenschaft an der Bayerischen Theaterakademie August Everding und der LMU München studiert. Anschließend arbeitete sie zunächst als Script-Consultant und Lektorin im Art-House Filmbereich, u.a. für den Filmverleih Prokino.
2016 gründete sie gemeinsam mit Theresa Seraphin das „Netzwerk Münchner Theatertexter*innen“ – ein Bündnis schreibender Theatermacher*innen. Ihr Stück „Wüstling“ wurde 2017 mit dem Münchner Literaturstipendium ausgezeichnet.
Ihr Drama „Fischer Fritz“ 2021 für den Heidelberger Stückemarkt nominiert, erhielt an den Münchner Kammerspielen den Publikumspreis beim Förderpreis für Neue Dramatik und zählte 2022 zu den Gewinnerstücken der Autor:innentheatertage am Deutschen Theater Berlin. Das Stück wurde außerdem von EURODRAM zur Übersetzung empfohlen und liegt inzwischen auf Französisch und Polnisch vor. Es wurde im Juni 2022 am Deutschen Theater durch das Schauspiel Leipzig unter der Regie von Enrico Lübbe uraufgeführt. Im September 2022 hatte ihr Stück „Das Los“ unter Regie von Catrin Mosler am Theater Lübeck Premiere, das sich mit Klassenunterschieden im Hotel beschäftigt. Beim Remmidemmi-Festival am Theater Heidelberg im Oktober 2022 nahm sie mit „Das Licht der Welt“, einem Stück über Klimaaktivismus, teil.
Neben ihrer Schreibarbeit realisiert Raphaela Bardutzky als Dramaturgin gerne freie Theaterprojekte, wie z.B. den dokumentarisch-performativen Abend „REQUIEM?“, am Nationaltheater Mannheim (Regie: Clara Hinterberger, 2018) oder die achtteilige Theaterserie „Münchner Schichten“ (2019), die in Zusammenarbeit mit 3 Regisseur*innen und 8 Autor*innen an verschiedenen Orten in München aufgeführt wurde.
Seit 2019 ist sie außerdem Teil des Kuratorinnen-Team der LIX Lesereihe, welche viermal jährlich im Theater HochX stattfindet. Ebenso engagiert sie sich bei dem Verein der Unabhängigen Lesereihen für sinnvolle Strukturen und faire Bezahlung in der Freien Literaturszene. In diesem Zusammenhang gab sie 2022 den Band „Reihenweise. Veranstalten in der Freien Literaturszene“ mit heraus.
Sie gibt regelmäßig Workshops und unterrichtete von 2018 bis 2021 „Schreiben für Film und Theater“ am Institut für Theaterwissenschaft der LMU München.